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Morsecode entdecken

Achtzig Jahre lang lief die Nachrichtenwelt über Punkt und Strich. Was davon geblieben ist, und was nur gut erzählt wurde.

Der Morsecode ist das erste weltweit benutzte digitale Übertragungsverfahren, achtzig Jahre älter als der Computer. Er hat Kriege begleitet, Schiffe gerettet, Börsenkurse und Todesnachrichten übertragen, und er ist bis heute nicht ganz verschwunden. Diese Seiten erzählen davon - und zwar mit Quellenangabe, weil sich um kaum ein technisches Thema so viele hartnäckige Legenden ranken.

Woher der Code kommt

Die Geschichte beginnt mit einem Porträtmaler und endet nicht bei ihm: Die Fassung, die heute weltweit gilt, stammt nicht von Samuel Morse, sondern von Friedrich Clemens Gerke, der sie 1848 umschrieb. Die Zeitleiste stellt die Daten nebeneinander, von der ersten Vorführung 1844 bis zur Abschaltung des Seefunks 1999.

Die eine Nacht

Der Untergang der Titanic ist der bekannteste Funkverkehr der Geschichte und zugleich der am häufigsten falsch wiedergegebene. Was tatsächlich gesendet wurde, in welcher Reihenfolge, wer es hörte und wer nicht - das steht unter Titanic-Funkspruch, mit den überlieferten Wortlauten und dem Hinweis, wo die Überlieferung auseinandergeht.

Weitere belegte Funksprüche stehen unter berühmte Nachrichten. Was dagegen umläuft, aber keiner Prüfung standhält, ist unter Mythen gesammelt - einschliesslich der Frage, ob SOS wirklich für "Save Our Souls" steht.