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Berühmte Nachrichten in Morsecode

Sechs Nachrichten, die wirklich gegeben wurden. Jede mit Kontext, Code, Ton und Quelle - und keine, die nur gut klingt.

    Jeder Eintrag nennt seine Quelle. Wo die Forschung uneins ist, steht es dabei - eine Jahreszahl ohne Beleg wäre eine Behauptung.

    Warum die Liste kurz ist

    Es kursieren viel mehr „berühmte Morsenachrichten“, als sich belegen lassen. Manche stammen aus Filmen, manche aus einem Buch, das ein anderes zitiert, und viele lassen sich bis zu keiner Quelle zurückverfolgen.

    Hier steht nur, was eine hat. Das macht die Liste kürzer und langweiliger als andere - und richtiger.

    Der Satz, der zweimal gegeben wurde

    WHAT HATH GOD WROUGHT ging am 24. Mai 1844 vom Kapitol nach Baltimore. Am 12. Juli 1999 ging derselbe Satz als letzte kommerzielle Morsesendung der Vereinigten Staaten hinaus.

    Zwischen beiden liegen 155 Jahre. Die Linie endete dort, wo sie begann - das ist kein Zufall, sondern eine Geste derer, die abschalteten.

    Zwei Zeichen ohne Bedeutung

    SOS steht für nichts. Es wurde gewählt, weil man drei kurz, drei lang, drei kurz ohne Buchstabenpausen nicht überhören und mit nichts verwechseln kann. „Save Our Souls“ und „Save Our Ship“ kamen später und erklären nichts.

    Bei CQD ist es anders: CQ hiess schon in der Drahttelegrafie „an alle Stationen“, und das D fügte Marconi für distress hinzu. „Come Quick, Danger“ ist dagegen wieder eine nachträgliche Erfindung.

    Häufige Fragen

    • Warum fehlt Nachricht X?

      Wahrscheinlich, weil sich keine Quelle dafür findet. Wenn du eine hast - ein Archiv, ein Untersuchungsbericht, ein zeitgenössischer Druck -, schreib mir; dann kommt sie dazu.

    • Sind das Aufnahmen?

      Nein. Aus dieser Zeit gibt es keine Funkaufnahmen; mitgeschnitten wurde nicht. Die Töne hier sind aus dem Text erzeugt, wie überall auf dieser Seite.

    • Was bedeutet SK?

      Es ist kein Wort, sondern ein Betriebszeichen: „Ende der Verbindung“, ohne Pause als ein Zeichen gegeben. Unter Funkern steht es auch für den Abschied von einem verstorbenen Kollegen - dann heisst es „silent key“.