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Gestalten mit Morsecode

Punkt und Strich sind eine Form, bevor sie eine Nachricht sind. Das macht sie zum Schmuck - und macht Fehler dauerhaft.

Ein Wort in Morsecode ist eine Reihe aus Punkten und Strichen: schlicht, gleichmässig, ohne Schnörkel. Genau deshalb landet es auf Armbändern, in Ringgravuren und auf Haut. Wer nur die Form will, braucht dafür nichts vom Funkbetrieb zu wissen.

Ein Punkt gilt aber: Was hier entsteht, ist lesbar. Der Code ist kein Ornament, sondern Schrift, und jeder mit einer Tabelle kann ihn entziffern. Wer etwas Privates verewigt, sollte das mitdenken.

Vom Wort zur Vorlage

Für den Anfang reicht der Name in Morsecode: eintippen, anhören, als Bild herunterladen. Für ganze Sätze gibt es Ich liebe dich als eigene Seite - weil es mit Abstand am häufigsten gefragt wird.

Für Tattoos und Armbänder gibt es eigene Seiten mit den Abständen und Proportionen, die in der jeweiligen Umsetzung gebraucht werden - ein Armband aus Perlen folgt anderen Regeln als eine Linie auf dem Unterarm. Die geheime Nachricht erzeugt Bilder, in denen die Nachricht nicht sofort als Morsecode zu erkennen ist.

Unter den Werkzeugen stehen seit dem 1. September auch die Seiten für den Unterricht: Morsecode für Kinder, Arbeitsblätter zum Ausdrucken und die Klangbibliothek. Auch das ist Gestalten - nur zum Weitergeben statt zum Anziehen.

Vor der Nadel: prüfen

Der häufigste Fehler in Morsecode-Tattoos sind nicht falsche Zeichen, sondern falsche Abstände. Zwischen zwei Elementen steht eine Lücke von einer Einheit, zwischen zwei Buchstaben von drei, zwischen zwei Wörtern von sieben. Wird das nicht eingehalten - und Tätowierer setzen die Punkte oft nach Augenmass gleichmässig -, liest sich OK plötzlich als etwas anderes.

Deshalb gibt es Tattoo prüfen: Foto oder Entwurf hochladen, und die Seite liest zurück, was dort tatsächlich steht. Das kostet zwei Minuten und ist die einzige Gelegenheit, es noch zu ändern.