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Morsecode-Diktat

Die klassische Übung - und die einzige hier, bei der du während des Sendens schreiben darfst. Interessant ist nicht die Quote, sondern die Liste darunter.

Hier darfst du mitschreiben, während gesendet wird. Die Auswertung zeigt danach, welche Zeichen du regelmässig verwechselst.

Ein Diktat ist schnell erklärt: Text wird gesendet, du schreibst mit, danach wird verglichen. Was diese Fassung von einem Blatt Papier unterscheidet, ist die Auswertung - und die ist der eigentliche Grund, die Übung überhaupt am Rechner zu machen.

Warum nicht Stelle für Stelle verglichen wird

Das ist die wichtigste Entscheidung an diesem Werkzeug. Wer ein Zeichen verpasst, verschiebt alles Folgende um eine Stelle. Ein Vergleich Position für Position meldet dann ab dieser Stelle jeden weiteren Buchstaben als falsch: Aus einem Fehler werden dreissig, die Quote fällt auf die Hälfte, und die Fehlerliste ist Unsinn.

Deshalb wird ausgerichtet statt verglichen - dieselbe Rechnung, mit der Rechtschreibprüfungen ähnliche Wörter finden. Ein verpasstes Zeichen bleibt damit ein Fehler, und er hat einen Namen: fehlend. Nachgemessen: ohne Ausrichtung meldet ein einziges ausgelassenes Zeichen am Anfang von CQ DE DL1ABC K vierzehn Fehler statt einem.

Die Verwechslungspaare

Unter der Auswertung steht, welches Zeichen du mit welchem verwechselt hast - nicht nur, welche falsch waren. Der Unterschied entscheidet, was zu üben ist.

Ein paar Muster kommen fast bei jedem vor. S und H unterscheiden sich nur in der Anzahl der Punkte, drei gegen vier - wer sie tauscht, zählt noch, statt zu hören. U und V genauso, D und B ebenfalls. Bei E und I oder T und M ist es dieselbe Ursache in kürzer. Wer solche Paare in seiner Liste findet, sollte nicht einzelne Zeichen wiederholen, sondern beide im Wechsel - der Coach stellt genau das zusammen.

Farnsworth: schnelle Zeichen, lange Pausen

Zwei Regler statt einem: Das Zeichentempo bestimmt, wie schnell die Punkte und Striche selbst kommen, das effektive Tempo, wie viel Zeit zwischen den Zeichen bleibt. Steht das erste auf 20 und das zweite auf 12, hört man Zeichen im Klangbild von 20 WpM mit der Ruhe von 12.

Das ist beim Diktat besonders nützlich, weil sich Schreibgeschwindigkeit und Hörgeschwindigkeit trennen lassen: Das Ohr lernt das richtige Muster, die Hand kommt trotzdem mit. Die Formel dahinter steht unter Timing und Tempo.

Häufige Fragen