Tägliche Morse-Challenge
Fünfzehn Aufgaben, einmal am Tag, für alle auf der Welt dieselben. Der Reiz ist nicht der Wettkampf - es ist, dass es jeden Tag stattfindet und nicht lange dauert.
Aufgabe des Tages wird geholt …
Für die Wertung braucht es einen Geräteschlüssel - eine Zufallszahl in deinem Browser, sonst nichts. Ohne ihn liesse sich nicht sagen, wessen Ergebnis wessen ist.
Fünfzehn Aufgaben, einmal am Tag, für alle dieselben. Du hörst, du tippst, du kommst weiter - zurück geht es nicht. Nochmal hören ist erlaubt und kostet nur Zeit, und die Zeit entscheidet erst bei Gleichstand.
Bestenliste
Warum täglich und nicht beliebig oft
Eine Fähigkeit, die auf Gehör beruht, wächst mit der Wiederholung und nicht mit der Länge einer Sitzung. Zehn Minuten an sechs Tagen bringen mehr als eine Stunde an einem - das gilt beim Morsen wie bei jeder anderen Sache, die man hören lernt.
Ein Versuch am Tag hat noch einen zweiten Grund: Nur so ist die Punktzahl vergleichbar. Wer zwanzigmal antreten dürfte, gäbe irgendwann den besten Lauf ab, und die Rangliste wäre eine Liste der Ausdauer, nicht des Könnens.
Was heute drankommt
Sechs Kategorien wechseln sich ab, eine je Tag:
- Einzelne Zeichen - Buchstaben und Ziffern, das Fundament.
- Wörter - kurze, geläufige Wörter am Stück statt Zeichen für Zeichen.
- Rufzeichen - Präfix, Bezirksziffer, Suffix; das, was auf dem Band als Erstes kommt.
- Zifferngruppen - drei bis fünf Ziffern, wie sie im Betrieb durchgegeben werden.
- Q-Gruppen - QRL, QTH, QSB und die anderen.
- CW-Abkürzungen - AGN, PSE, TNX, was auf den Bändern wirklich gesendet wird.
Sechs Kategorien und sieben Wochentage: die Reihenfolge verschiebt sich also jede Woche. Das ist Absicht. Wären es sieben, wäre „sonntags sind Zahlen dran“ eine feste Regel, und wer Zahlen nicht mag, hätte jede Woche einen toten Tag.
Das Tempo ist nicht einstellbar
Das Zeichentempo liegt fest bei 20 WpM. Der Abstand zwischen den Zeichen wandert mit dem Tag zwischen 10 und 18 WpM effektiv - mal ein leichter Tag, mal ein schwerer, und beides trifft alle gleich.
Dass die Zeichen selbst immer mit 20 WpM kommen, ist die Farnsworth-Regel und kein Zufall: Ein langsam gegebenes E klingt anders als ein schnelles, und wer das langsame lernt, erkennt das schnelle später nicht wieder. Geübt wird deshalb der endgültige Klang, und geregelt wird über die Pause dazwischen.
Zum freien Üben mit eigenem Tempo ist der Trainer da. Dort zählt nichts, und genau das ist sein Zweck.
Wie gewertet wird
Hundert Punkte je richtiger Aufgabe, sonst nichts. Die Zeit geht nicht in die Punkte ein, sondern entscheidet nur bei Gleichstand - sonst wäre schnelles Raten eine Strategie.
Gerechnet wird auf dem Server, nicht im Browser. Der Browser schickt, was getippt wurde; die Punkte entstehen dort, wo sie niemand verstellen kann. Zwei Schranken kommen dazu:
- Eine Abgabe kann nicht schneller sein, als der Ton überhaupt durchlaufen kann. Diese Schranke ist hart - Schall im eigenen Rechner lässt sich nicht beschleunigen.
- Zwischen dem Augenblick, in dem der Server die Aufgabe herausgegeben hat, und der Abgabe muss auf der Serveruhr genug Zeit liegen. Diese Uhr steht nicht im Browser.
Was dagegen verstösst, wird gespeichert, aber nicht gewertet. Und es soll ehrlich gesagt sein: Wer die Aufgabe hört, hat sie auch im Speicher seines Browsers stehen. Das lässt sich nicht ändern, solange der Ton dort entsteht. Ein Wettbewerb dieser Art ist vernünftig fair, nicht fälschungssicher.
Was in der Rangliste steht
Ein Spitzname, ein Land, eine Punktzahl, eine Zeit. Mehr nicht - kein Klarname, keine Adresse, kein Zeitpunkt, keine Angabe darüber, wie oft jemand geübt hat.
Das Land ist das, das du im Konto selbst einträgst, und es darf leer bleiben. Aus der IP-Adresse wird es nie abgeleitet; eine Herkunft aus der Adresse zu erschliessen wäre eine Verarbeitung, die niemand erwartet.
Über einen Tag hinaus werden die Punkte summiert, nicht gemittelt. Wer an fünf Tagen antritt, steht vor dem, der an einem Tag dasselbe erreicht hat. Ein Schnitt wäre die andere vertretbare Wahl, belohnt aber, wer an schlechten Tagen gar nicht erst mitmacht - und das ist genau das Verhalten, das eine tägliche Aufgabe nicht erzeugen sollte.
Vier Klassen, und warum es sie gibt
Eine einzige Rangliste für alle ist keine. Wer bei 12 WpM anfängt, landet dort hinter Leuten, die seit dreißig Jahren funken, und hört nach einer Woche auf. Deshalb gibt es vier Klassen - Anfänger, Fortgeschritten, Geübt, Experte - und sie laufen getrennt.
Die Klasse bestimmt das Tempo, nicht nur die Liste. Anfänger senden mit 18 WpM und weiten Abständen bei 15 Aufgaben, Experten mit 32 WpM und engen Abständen bei 30. Die Zeichen bleiben auch für Anfänger schnell: Das ist der Kern der Koch-Methode, und der wird nicht aufgegeben, nur weil es ein Wettbewerb ist. Wer Zeichen langsam lernt, erkennt sie auf dem Band nicht wieder.
Alle Klassen hören an einem Tag dieselben Aufgaben in derselben Reihenfolge - die höheren bekommen nur mehr davon. Vier eigene Aufgabenlisten hätten aus einem Tag vier verschiedene gemacht.
Die Klasse steht mit dem Start fest, nicht mit der Abgabe. Sonst könnte man im Anfängertempo hören und das Ergebnis unter Experte eintragen.
Niemand wird hochgestuft. Wer über mehrere Versuche an der Decke seiner Klasse steht - drei der letzten fünf über 95 Prozent -, bekommt gesagt, dass die nächste besser passen würde. Ein einzelner guter Tag ist kein Können, und erzwungener Aufstieg träfe zuverlässig die Falschen: jemanden mit drei guten Tagen, und nie den, der wirklich täuscht - der stellt einfach eine Antwort falsch.
Das Ganze heißt Morse-Code.info World Morse Challenge. Keine Weltmeisterschaft - kein Verband erkennt sie an, und sie so zu nennen wäre eine Anmaßung.
Häufige Fragen
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Brauche ich ein Konto?
Nein, aber einen Geräteschlüssel. Das ist eine Zufallszahl in deinem Browser, mehr nicht - kein Name, keine Adresse, keine E-Mail. Ein Konto braucht nur, wer seinen Stand auf einem zweiten Gerät haben will.
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Kann ich eine Aufgabe noch einmal hören?
So oft du willst. Es kostet keine Punkte, nur Zeit - und die Zeit entscheidet erst bei Gleichstand. Wer unsicher ist, soll nicht raten müssen.
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Was passiert, wenn ich einen Tag verpasse?
Die Serie beginnt von vorn, die Punkte bleiben. Ein verpasster Tag kostet nichts ausser der Serie, und die ist eine Spielerei, keine Wertung.
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Warum sind die Wörter englisch, auch auf der deutschen Seite?
Damit die Punkte vergleichbar bleiben. Wären es auf jeder Sprachfassung Wörter der jeweiligen Sprache, wäre die Aufgabe für Muttersprachler leichter und die Rangliste hiesse nichts mehr. Im Funkbetrieb ist Englisch ohnehin die Sprache der Abkürzungen.
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Kann ich eine Challenge von gestern nachholen?
Nein. Eine tägliche Aufgabe, die sich nachholen lässt, ist keine tägliche Aufgabe mehr - dann hätte, wer eine Woche sammelt und am Sonntag alles abarbeitet, denselben Stand wie jemand, der jeden Tag zehn Minuten übt. Genau der Unterschied ist der Punkt.